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Beispiel 2007

Blick in die Schule
Ein Blick in die Schule

Schule Japan
elementary-school im Norden Japans

Entspannter Unterricht mit Kreidezeit–Produkten

In Deutschland gibt es ökologisch sinnvolle Schulneubauten und Renovierungen nur in Ausnahmefällen. Die Praxis orientiert sich in der Regel an den Kriterien „preiswert“ und „pflegeleicht“. Das ist einfach zu wenig, denn wir wissen mittlerweile, wie wichtig eine wohngesunde Umgebung ist, gerade für die Lernorte unserer Kinder. Wir möchten hier ein Beispiel aufzeigen, wie ein Ausbau mit Naturfarben möglich ist, und zwar anhand einer elementary-school in der Akita-Prefecture im Norden Japans.

Die als gewaltiger Holzständerbau errichtete Grundschule ersetzt eine alte Schule, die den modernen Anforderungen nicht mehr genügte. Öffentliche Gebäude werden in Japan unter erhöhter politischer Kontrolle erbaut, was ihre ökologische Qualität betrifft. Der Gebietsvertreter unserer japanischen Geschäftspartner konnte die öffentlichen Stellen dafür gewinnen, Kreidezeit-Produkte einzusetzen, da diese sehr konsequente Naturfarben sind.

Auf 1800 m² verputzten Gefachen wurde Kaseinmarmormehlfarbe verstrichen. Auf Holzständerwerk und allen Ausbauhölzern wurden Außenlasur und Fußbodenhartöl eingesetzt. Bei unserem Besuch trafen wir einen völlig begeisterten Schulleiter. Während in der alten Schule viele Fälle von Allergien bei den Kindern aufgetreten waren, sind diese in der neuen Schule verschwunden. Nach Aussage der Schulleitung sollen die Kinder sogar einen wesentlich entspannteren und glücklicheren Eindruck machen.

Weiterhin werden in Schulen in Japan regelmäßig Raumluftmessungen durchgeführt, vor allem auf den Formaldehydgehalt und Lösungsmittelausdünstungen. Die neue Schule liegt nun weit unterhalb aller Grenzwerte. Bei unserem Rundgang konnten wir den Zustand nach einer dreijährigen Nutzung begutachten und wir wurden noch einmal tief beeindruckt. Neben zahllosen Kindern, die neugierig um die Ecken guckten und einmal „Konichua“ sagen wollten, was „Guten Tag“ heißt, fanden wir eine derart saubere Schule vor, wie wir sie in Deutschland noch nie gesehen haben. Nicht zuletzt spielt hier die Eigenschaft von Naturbaustoffen, sich nicht elektrostatisch aufzuladen, eine Rolle. Dadurch sammelt sich weniger Dreck und Staub auf den Oberflächen. Zum anderen spielt auch das Verhalten der Kinder eine entscheidende Rolle.

Martin Krampfer
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